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Am 01.01.1995 wurde in Deutschland das Pflegeversicherungsgesetz eingeführt. Seither trägt die Pflegeversicherung beim Eintreten einer erheblichen Pflegebedürftigkeit die anfallenden Kosten. Diese werden entweder gesamt oder teilweise übernommen. 
Der medizinische Dienst der Krankenkassen beurteilt die Pflegebedürftigkeit und legt den Pflegegrad fest.


Bisher bezog sich der Begriff der Pflegebedürftigkeit vor allem auf körperliche Beeinträchtigungen. Mit dem neuen Gesetz erhalten nun auch Menschen mit geistigen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen (zum Beispiel Menschen mit Demenz) einen gleichberechtigten Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung. Grundlage dafür ist ein neues Begutachtungsinstrument. Die Pflegebedürftigkeit orientiert sich dann nicht mehr daran, wie viel Zeit ein Mensch am Tag an Hilfe benötigt, sondern im Wesentlichen daran, wie selbstständig der Alltag bewältigt werden kann und wie viel Unterstützung dafür notwendig ist. Für die Bestimmung der Pflegebedürftigkeit sind nach der neuen Begutachtungsweise sechs Bereiche relevant:

  • Mobilität
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Selbstversorgung
  • Selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakt

Aus den genannten Bereichen lässt sich der Grad der Selbstständigkeit ableiten. Wie pflegebedürftig jemand ist, spiegelt sich dann in fünf Pflegegraden statt in drei Pflegestufen wider. Dabei gilt: Je höher der Pflegegrad, desto mehr ist der Mensch in seiner Selbstständigkeit beeinträchtigt und auf Unterstützung angewiesen.
   
Nach der Zuordnung der Pflegegrade erhält der Versicherungsnehmer Leistungen der Pflegeversicherung. Diese Leistungen können frei gewählt werden und gliedern sich in:
  
* Geldleistungen

Eine Geldleistung wird von der Pflegekasse erbracht, wenn die Pflege durch Angehörige, Nachbarn oder andere Personen übernommen wird. 
  
* Sachleistungen

Die sogenannten Sachleistungen sind Hilfeleistungen durch professionelle Pflegekräfte, d.h. durch ambulante Pflegedienste.           
  
* Kombinationsleistungen

Hierbei können bei der Pflegekasse kombinierte Geld-und Sachleistungen beantragt werden. Den Sachleistungsbetrag, den der Pflegedienst pro Monat nicht ausschöpft, zahlt die Pflegekasse anteilsmäßig als Geldleistung aus.          


 Neuerungen des Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) ab 2017

1. Ab 2017 erhalten alle Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 1 bis 5 jeweils 125 Euro pro Monat.

2. Der doppelte Betrag für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz entfällt.

3. Aus dem Begriff „zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ wird der Begriff „Entlastungsbetrag“.

4. Der Begriff „niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote“ wird ersetzt durch „Angebote zur Unterstützung im Alltag“.